Lyrik - Mystik

Gebet

Ich bitte Dich, Heiliger Geist, mich zu durchdringen, mich zu küssen.
Die richtigen Worte für mich zu finden.

Ich bitte Dich, Gott Vater, mit mir alle Schatten zu überwinden. Das Lot des Schmerzes in meinem Herzen, die tiefste Ursache dafür zu finden.

Laß mich nicht an der oberflächlichen Suche, an der Oberflächlichkeit des Wissens verirren.
Hilf mir, tief hinunter in die Welt zu gehen, um die Schuldigkeit zu entwirren.

Segne Du jene, die mich nicht verstehen, die nicht mit ihrem wahren Herzen mögen und können sehen.
Gib mir so viel Liebe, sie mit zu tragen, sie in ihrem Schmerz zu verstehen.

Laß nicht zu, daß die dunklen Mächte ihre magischen Netze über mich spannen.
Sie mich nicht mit falscher Liebe spalten und mich darin fangen.

Gib mir den Mut, mich so zu sehen, wie Du mich geformt hast für diese Welt.
Durch Deine Augen laß mich sehen, daß sich mein Herz in Dir erhellt.

In Deinem Herzen laß mich durchschreiten meines Lebens Spur.
Durch Deine Hände forme mich, was es auch immer braucht, zu Liebe pur.

Hilf mir auf dem schweren Weg der Vergebung für mich selbst.
Laß nicht zu, daß sich auch nur Jemand mit Vorwurf, richtend,  über mich stellt.

Zum Horizont laß mich blicken, mit stets erhobenem Haupt.
Bei all meinen irdischen Schritten, hast Du mir stets den Fehltritt erlaubt.

Du lässt mich nicht fallen, gleich was ich tu und was durch mich geschieht.
Nur des Menschen Machtspiel lässt erhallen, Schuld, die mich zermürbt und er nicht sieht.

Ich brauch Deine Wärme, mein liebend Vater gerade so sehr im JETZT und HIER in dieser Welt.
Halt mich fest und durchdringe mich aufs Innigste, damit mein Stolz, mein Sein und meine Kraft gerade jetzt nicht fällt.

@ Christa W. Seiferling

 

Sage mir ...

Sage mir Vater, welche Liebe in mir brennt.
Sage mir, was mich von mir trennt.

Sage mir, warum diese Hoffnung in mir fließt.
Sage mir, woher dieser unbändige Glaube in mir sprießt.

Sage mir, warum der Wind mir so viel erzählt.
Sage mir, warum der Schmerz dieser Welt mich so quält.

Sage mir, warum die Sonne mich liebt.
Sage mir, wer mir dieses Feuer in mir gibt.

Sage mir warum das Leid der Menschen mich manchmal fast erdrückt.
Sage mir, warum bin ich an diese Stelle im Hier gerückt.

Sage mir Vater, warum du mich liebst und küsst.
Sage mir, warum diese starke Sehnsucht mich zu finden in mir ist.

Sage mir, wo Du bist, wenn ich Dich mal nicht kann sehen.
Sage mir, warum Du mir zugetraut, diesen Weg zu gehen.

Sage mir, warum Du mich ob all meiner Schatten liebst.
Sage mir, warum Du in mir so viel Schönes siehst und es mir gibst.

Sage mir, warum mein Herz manchmal fast zerbricht.
Sage mir, warum das Leben nicht immer einfach ist Licht.

Sage mir, wo ich Dich finde in mir wenn Dunkelheit mich umgibt.
Sage mir, was es braucht, damit diese endgültig versiegt.

Sage mir, warum ich weiß, daß mich der tiefste Fall nicht zerschmettert, ich nicht vergehe.
Sage mir Vater, warum ich all das sehe, wie ich sehe.

Sage mir Vater, warum Dein liebend Geist mich nicht verwirft und lähmt.
Sage mir, warum meine Unvollkommenheit mich nicht zermürbt, sich nichts in mir schämt.

Versprich mir - Vater im Himmel - nur eins
daß Du Dich mit mir stetig in der Liebe vereinst.

Daß ich nicht vergesse, wenn die Zeit hier endet,
wer ich bin und Deine Hand sich zu mir wendet.

Um mich zu führen durch die sieben Himmelsweiten,
und ich mich nicht verliere auf diesem Wege in den Zeiten.

Du Deine Engel aussendest, mich du führen,
daß der sachte Hauch Deines Geistes mein Herz wird berühren.

@ Christa W. Seiferling

 

Gebet

Zieh mich empor zu Dir, Du göttliche Flamme des Lichts.
Aus jeglicher Dunkelheit befreie mich.

Laß nicht erstrebenswert sein das Wenige, das Nichts.
Erhebe mich in Deiner unglaublichen Macht aus der Dunkelheit dieser Nacht.

Entfache das Fühlen von Güte und Liebe in mir.
Laß mich erstreben dadurch zu sein, was ich noch nicht bin im Hier.

Dein geistiges Abbild im Lieben und Leiden, im Sein, im Leben.
Dies allein will ich erbeten.

Behüte mich vor der Gefahr die in mir lauert,
den Selbstverrat durch mein Schwaches Sein, der mich ummauert.

Halte mich aufrecht, wenn ich kurz davor bin zu versagen,
weil ich nicht aushalte Schmerz und Pein und beginne zu klagen.

Sieh durch meine Augen und laß mich erkennen,
die Güte in Dir wenn ich drohe durch Hochmut und Eitelkeit zu verbrennen.

Führe und leite mich durch Deine Hand,
laß mich niemals nur denken mit dem Verstand.

Das Große, Ganze, laß mich sehen im Kleinsten das ist.
Dein Geist mir sendend erbitte ich flehend das stete Licht.

So laß ich jetzt ruhen, meinen Leib zur Nacht,
in Deinen Händen von heiliger Hut stets bewacht.

Doch Du meine Seele sollst niemals endend,
im Gebete verharrend dich zum höchsten Lichte wenden.

© Christa Seiferling

 

Unendlich müde von der langen Reise

Diese Müdigkeit in mir, nach schier unendlich langen Wegen,
nach so manchem heft'gen Fall, schlägt sie mir so sehr entgegen.

Sehe Dich ganz sacht, verschwommen, durch zerweintes Augenlicht,
so geschunden Seel' und Körper - warte, bis der Fall mich bricht.

Spüre Deine Häne auf mir, bergend was noch Körper ist,
fühle, daß mich Deine Liebe niemals mehr vergißt.

Von mir fällt mein Kleid der Stärke, nur verletzlich, schwach bin ich,
in schier unfasslichem Vertrauen, ergebe ich mich ganz an Dich.

Bist mir Heimat, mein Zuhause, kann in Dir ruh'n wenn alles fällt,
weil ich ganz tief in mir weiß, daß Deine Liebe mich doch hält.

© Christa Seiferling

 

Des Himmels letztes Geschenk...

... ist diese Lebensreise, durchwoben mit allem was ist, war und sein wird, ein Gebet.

So trage ich das Kleid des Lebens, durchwirkt von Fäden purer, wie Diamentensterne strahlender Liebe.
Das Kleid gewebt von jenem glänzend unendlichen Garn.
Durchbrochen von Schmerz und Pein, fein säuberlich gesäumt mit tausenden von Jahren wandlungsfähiger Kraft jener reinen Urseele, die ich war und bin.

 

Sei mir Geleit, Du Kraft des Seins in jeder Hürde, die vor mir liegt, welche jene stetig neue Bahn des zu webenden Lebensstoffes mit sich bringt.

Sei mir Geleit, Du Freude am Wandel und Sein, welche an jedem Erdentag zu jeder Sekunde, jenen Saum meines Kleides durchdrängt mit Lachen und Glück, für jeden so einzigartigen Augenblick meiner Lebenszyklen, der unvergessen bleibt.

Sei mir Geleit, Du Macht des unschätzbaren Wissens, die Du mich lehrst, still und in der Tiefe zu verharren im Lernen dessen wer ich bin und im Tun der Kraft des ich bin, der ich bin. Weil ich es bin der ist, war und immer sein wird in Dir.

Sei mir Geleit, Du Macht des Lichts, das mich bestrahlt und durchdringt, wenn ich drohe mich zu vergessen auf meinen Pfaden durch diese Lebenswelten - und Du mein Kleid - das schon gewebte, so manches Mal wie Sterne funkeln lässt, um mich wieder und wieder zu erinnern, daß ich Du bin.

Sei mir Geleit, Du Macht des Glücks auf allen Wegen in allen Welten, die ich bereise um Eins zu werden im vollkommenen Wissen, mit dem, der ich schon bin.

Sei mir Geleit, Du erhebende Macht der Gesundheit , die Du mich umhüllst und wärmst wie ein Sonnenstrahl in ewigem, unendlichem Sein.

Sei mir Geleit, Du unerschütterliche Macht der Liebe, die Du mich unermüdlich trägst, wenn mein Atem versiegt, meine Stimme versagt, meine Füße mich nicht mehr tragen, meine Augen nicht mehr sehen, meine Worte verstummen und mein Herz nicht mehr wagt zu schlagen, um ich zu sein als Du in mir.

© Christa W. Seiferling

 

Für die Liebe, für die Ehre, für den Sieg, für Gott

Wenn Deine Liebe im Herzen alles berührt,
sind die Wunder, die das Leben bringt nah.
Geboren aus Dir vom Geist geführt,
wird jeder Wunsch der Seele wahr.

Geführt durch das Herz,
wenn gebrochene Flügel Verzweiflung bringen,
nimmt sie von Dir jeglichen Schmerz
und lässt Dir den Raum Dich zu besinnen.

Gedanken sind des Schöpfers bildende Kräfte,
wirken in Dir so tief und klar.
Wie Wunder um Wunder er zu uns brächte,
wären wir uns diesen doch nur gewahr!

Jetzt stehe ich vor Dir ganz nackt und so leer,
nichts zu beschönigen gibt es noch in mir.
Offenbare was längst Du schon weißt und ersehntest so sehr,
denn ich bin der eine Teil von Dir.

Leg’ mich zerbrochen in Deine Hände,
dein Segen umspült mich wie wiegendes Meer.
Die Wärme der Liebe durchdringt meines Herzens Wände,
lasse los, geb’ mich hin, vertraue so sehr.

So bitte ich: GEIST! Heil die gebrochenen Flügel!
Die Sehnsucht nach Leben hauch in mich ein!
Auf daß meine Liebe ich niemals mehr zügel,
und daß ich weiß Ich BIN! ... und will SEIN!

© Christa W. Seiferling

 

Transformation der Tode

Wer erkennt den Schmerz der Seele
wie sie weint – um Hilfe fleht
Wer hat Mut sie so zu sehen
dass er den Zerriss versteht

Wer verneigt sich tief vor ihr
um in seine Kraft zu gehen
Wer wird sie führen durch den Fall
und selbst an diesem Abgrund stehen

Wer trägt alle Hoffnung in sich
dass Liebe diese Seele trägt
Wer hat jenen tiefen Glauben
dass seine Macht alles bewegt

Wer fühlt so viel Liebe in sich
dass sein Herz im Stillen weint
Wenn er sieht um diese Seele
die sich mit dem Tod vereint

Wer gibt Kraft und alle Liebe
in jenem Wandel der sich vollzieht
Um dieser Seele Schutz zu geben
dass sie diese Tode flieht

Wer spürt dieses Licht in sich
diese Seele aufzufangen
Wer vermag sie zu begleiten
dass sie ihren Weg kann geh’n
Mit dem Wissen tief in ihr
dass mit Dir sie kann besteh’n

© Christa Seiferling

 

Ich wünsche mir

Keines meiner Worte kann sie wirklich beschreiben,
diese Sehnsucht, die mich treibt zu mir weiter zu reisen.
Die Liebe zu finden ganz tief in mir,
den Weg zu gehen, zurück zu mir.

Immer wieder lässt sie mich aufstehen und gewinnt,
dann wenn Müdigkeit mich zur Erde zu ziehen zwingt.
Wie eine Stimme die in mir sagt,
lass es nicht zu, dass jemand oder etwas von deinen Weg dich abzubringen vermag.

Gewiss wäre es manchmal leichter nicht weiter zu schreiten oder hin zu sehen,
sondern zu sagen, es wird schon irgendwie weiter gehen.
Und alles seinen Lauf ziehen lassen,
sich nicht mit den eigenen Gedanken und Gefühlen befassen.

Sicher, ist es einfacher den eigenen Schatten nicht zu begegnen,
sich glaubend machen, dass dies einfacher ist so zu leben.
Was aber würde ich wohl alles vermissen,
würde ich nicht um die Kämpfe in mir wissen?

Hätte ich nicht erlebt was mit und in mir geschah,
wenn auch bestimmt nicht einfach es war?
Was wäre ein Mensch ohne seine Hürden,
seine Eigenheiten und auch den Bürden?

Würde aus ihm Glauben und Liebe erwachsen,
wenn alles ihm abgenommen würde, würde er erwachen?
Ich wünschte mir oft, nur noch Ruhe und Frieden,
ohne Schwere und Last zu leben und Lieben.

Heut hab ich begriffen, es ist einerlei,
wünschen kann ich, doch tun muss ich auch dabei.
Wir wünschen uns stark zu sein und werden erhört.,
bekommen Aufgaben und Bürden, welche uns Stärke lehrt.

Wir wünschen uns lieben zu können ohne zu erwarten,
und begegnen Menschen, die genau auf das von uns warten
Und tatsächlich, die Aufgabe erfüllt ihren Zweck,
die Liebe wird langsam doch stetig geweckt.

Wir wünschen uns Freude und erfahren das Leid,
und verstehen erst spät, was uns dies zeigt.
Wir wünschen uns in tiefstem Glauben an Gott zu leben
und versagen, wenn wir die erste Prüfung ablegen.

Denn Glaube wird oft geprüft im Leid,
was nicht bedeutet, dass dies ewig so bleibt.
So wünsche ich mir nicht, keine Träne zu weinen,
ich wünsche mir nicht auf Rosen gebettet zu verweilen.
Denn Tränen so ist mir heute klar,
läutern mein Herz und mir wird die Liebe gewahr.

Ich wünsche mir nur dankbar zu bleiben,
meine Erinnerungen nie zu vertreiben.
Mutig weiter zu gehen wenn alles unerreichbar scheint,
das Licht sich verdunkelt und alles weint.

Ich wünsche  mir stets wieder aufzustehen,
und erhobenen Hauptes weiter zu gehen.
Und ganz gleich was kommen mag,
den Sinn darin zu sehen und dass ich niemals verzag.

Ich wünsche mir niemals mein Lachen zu verlieren,
um damit die Herzen der Menschen zu berühren.
Vor allem aber wünsche ich mir,
niemals mehr zu Zweifeln an mir.

Von meinem Glauben zu Gott niemals zu weichen
und immer zu sehen seine Zeichen.
Dass an allen Tagen der Freude und des Leids,
ich erkenne, dass Gottvater, der große Geist, immer meinen Weg mir weist.

© Christa W. Seiferling

 

Du an meiner Seite

Dein Geleit scheut keine Müh’
mich zu führen an mein Ziel
Allein zu sehen wie ich fühl’
bewegt in dir unsagbar viel

Bin gestrandet mit viel Schmerzen
aus den Leben mitgebracht
Du berührst mit deinem Herzen
meine Wunden mit Bedacht

Kannst den Weg von mir nicht sehen
nicht den Schmerz, die Angst, das Leid
Bist bemüht es zu verstehen
doch der Weg dahin ist weit

Gebrochen bin ich an Leib und Seele
innerlich zutiefst verstört
Keine Richtung die ich sehe
doch du bist’s der für mich hört

Kniest dich nieder haltest mich
in deinem Arm fühl ich mich leicht
mich so zu sehen schmerzt auch dich
du nicht von meiner Seite weichst

In deinem Schutzschild schlaf ich ein
bis ich erwach im neuen Tage
Voller Liebe ist dein Tun und Sein
und was ich durch dich in mir trage

© Christa Seiferling

 

Es ist in uns

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um die Liebe im Herzen zu sehen?

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um die Menschen um uns zu verstehen?

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um mit Missgunst, Neid und Hass umzugehen?

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um mit unseren Gebeten die Welt zu bewegen?

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um wahrhaftig zu sein und zu reden?

Haben wir nicht bereits alles in uns,
um geradewegs und erhobenen Hauptes unseren Weg zu gehen?

Haben wir nicht bereits den Samen in uns, 
gerecht, aufrichtig und liebend zu sein?

Dann lasst uns alle den Samen in uns gießen,
damit all diese göttlichen Aspekte beginnen in uns zu sprießen.

Christa W. Seiferling

 

Des Gedankens Kraft

Wenn der Schmerz des Vermissens der Freude des Daseins weicht,
wenn die Stille der Liebe die tiefe des Herzens erreicht.
wenn die Sorge um Lösung sich in Wissen dass es geschieht verwandelt,
wenn der Mensch in seinem Dasein frei aus dem Herzen handelt,
wenn Liebe nicht mehr Macht sondern einfach liebend sein darf,
wenn man für Hoffnung, Glaube und Liebe alles Herrschsüchtige verwarf,
wenn man im Strom der Liebe niemals die Hoffnung verliert,
wenn sich im Glaube an Friede niemals mehr ein Menschenherz verirrt,
wenn man es wagt sich zu stellen der Gnade des Leids welches einem betrübt,
wenn man es mit Würde trägt wird man in der Liebe geübt.

Wenn man weiß, dass jeder Gedanke einen Krieg kann beenden,
wissen wir auch – wir sind es – die alles zum Guten können wenden.
Wenn wir verstehen, jeder Anfang beginnt in unseren Herzen, ganz tief darin,
vermeiden wir alles Unrecht und Leid, weil wir erkennen, den göttlichen Gewinn.
Wenn wir also streben nach Frieden, Glück und Liebe,
gibt es nur den Weg, dass man in guten Gedanken sich übe!

© Christa W. Seiferling

 

Mensch sein

Ein Gesicht hat viele Masken,
so wohl auch noch meines.
denn trotz all der Arbeit an und mit mir,
sind nicht alle Schleier gehoben.
So denke ich - doch weiß ich es nicht.

Ganz offen zu sein, vollkommen ehrlich,
das ist es, was ich anstrebe zu leben.
Ich bin gewiss weit entfernt davon,
denn ich bin Mensch.
Und Menschen sind keine Götter,
wenn auch gottgleich
in ihrem wahren Wesen.
Manchmal göttlich in ihrem irdischen Sein,
wenn sie es lernten,
dieses Göttliche in sich zu finden,
es zu leben.
Ein Ziel, das ich erstrebt bin zu erreichen.
Ohne Eitelkeit und dem Gedanken
etwas Besseres zu sein.

Die Welt wird sich wandeln.
Und ich werde mich an dem erfreuen,
was mein Teil daran war und ist.
Es wird ein Zeichen geben
– für alles Leben.
Erfleht, erbittet
um durchzustehen für alle Menschen.
Damit Hass, Wut, Herrschsucht,
Neid und geheuchelte Liebe
der wahrhaftigen Liebe weichen kann.

Die geballte Faust kann sich nicht halten,
wird dann zur geöffneten Hand.
Und Tränen werden nicht mehr sein.
Leid und Opferdasein - Vergangenheit.
Das Leben der Menschen
miteinander von Liebe getragen.
Harmonie und Alleinssein,
des Schöpfers Gnade und Liebe
in uns allen manifestiert.

Und auch du kannst beginnen,
ein Leben in wahrer Liebe zu leben,
in jedem neuen Augenblick.
Es braucht nur einen einzigen,
kleinen Moment des Mutes.
Diesen Moment,
wenn dein Herz sich entscheidet,
ihm dann blind zu folgen.

Es wird kommen,
ich bin mir sicher... sicherer,
als das Wissen,
ob ich jemals zu Zeiten,
dieses meines Lebens,
in meinem bewussten Sein
das erreiche, wonach ich strebe...

© Chrsita W. Seiferling

 

Glaube unerschütterlich

Wenn in der Nacht du einsam bist,
die Straße deines Weges endlos lang,
wenn dein innerer Schrei die Stille bricht,
und in dein Herz tief die Einsamkeit drang.

Wenn Liebe du ersehnst in jedem Augenblick,
den brennenden Wunsch nach Zweisamkeit,
wenn kein Weg dich scheint jemals führen zu dir zurück,
und alle Last dir gerade zuviel erscheint.

Wenn deine Schreie nach Liebe durchdringen die Sphäre,
und die Hoffnung in dir erst stirbt zuletzt,
wenn dein Bitten zu Gott das einzige Mittel wäre,
und der tiefe Glaube in dir würd’ doch niemals verletzt.

Wenn vom Leben gezeichnet du kaum mehr zu atmen wagst,
deine Augen nur noch Trübes sehen,
wenn dein Körper dich nicht mehr zu halten vermag,
und deine Beine nicht mehr stark genug sind zu gehen.

Wenn du glaubst dass alles zu Ende scheint,
und die Härte des Lebens dich fast völlig zermürbt,
wenn durch Schmerz und Furcht deine Seele weint,
und du denkst, dass dich nicht ein Lichtstrahl mehr berührt.

Wenn du glaubst deine Flügel sind gebrochen,
und alle Last der Welt liegt auf dir,
wenn du ganz tief auf der Erde gekrochen,
und du denkst es gibt kein Entrinnen von hier.

Wenn du wahrlich meinst alles Erlebte ist nicht zu ertragen,
und dein Kind dir wird genommen, alles Geld versiegt,
wenn Krankheit dann noch will dein entsagen,
von all dem Wenigen was dir sowieso nur noch blieb.

Wenn Deine Gedanken durch all diese Leiden,
würdevoll bleiben und im Wissen ums Sein,
wenn dein Herz kann dennoch jeglichen Hass vermeiden,
und dein Wesen bleibt liebevoll und rein. 

Wenn du treu bist dem Glauben um Hoffnung und Liebe,
unerschütterlich trägst diese auferlegte Bürde,
wenn es für dich nichts gäbe, das am Ende dieses Weges für dich bliebe,
und du doch weißt, um das Tragen in Ehre und Würde.

Dann lege ich mich nieder auf das du kannst schreiten,
werde die Brücke sein über die du gehst,
werde dich in Kraft und Liebe leiten,
auf dass du auch tobendes Wasser bestehst.

Werde dich wiegen wenn du mich erreichtest,
in meinem Schoße im Himmelreich,
schenke dir meine Liebe auf das du leuchtest,
und alle dir an deinem Beispiel tun gleich.

Habe dich niemals je aufgegeben,
hab dich gehalten, getröstet, geliebt,
gab dir den Segen und die Kraft aufzustehen,
hab dich in Liebe und Demut gewiegt.

Christa W. Seiferling

 

Geburt und Sein

Sacht und stolz schiebst du dich empor, aus dem Schoß der Erde, die dich niemals verlor. 
Ein Raunen ist um dich zu spüren, wenn Menschen deinen zarten Körper berühren.

Mit ekstatischer Kraft öffnest du dich, diese Macht in dir, sie berührt nicht nur mich. 
Die Knospen erformend in forderndem tun, keine Sekunde des in dir ruhn.

Erhobenen Hauptes nach stolzem bemühn, ist nun die Blüte in dir am erglühn. 
Du dehnst dich weiter in die Welt hinaus, bist immer doch nur in dir selbst zuhaus.

Leuchtendes Rot in goldenem Licht, bis der Abend dein Treiben kurz bricht. 
So stehst du erhaben und stolz vor mir, schenkst mir eine Verbindung zu dir.

Du Rosenwesen, unsagbar schön, erfüllst mich mit Liebe vorm weiter gehn. 
Schenkst mir deinen Duft auf betörende Weise, gehst mit meinem Herzen auf tiefe Reise.

Führst mich durch dich zur Rose in mir, sakraler Kelch, ich spür dich im Hier. 
Die Sonne neigt sich im goldenen Schein, erhebt dich zur Königin in deinem Sein.

Du verneigst dich vor mir, als ich dich berühr, mit Dank, dass ich deinen Antlitz so spür. 
Tiefe Demut, erhabene Freude in mir, empfinde ich beim Abschied von Dir.

Verneige mich vor deiner Anmut und Kraft, und du verabschiedest dich in die Nacht. 
Wesenheit Rose verschließt ihre Blüten zum Schlafe, ich bitte die Engel, dass sie über ihr halten Wache.

Ein segnender Gruß als Duft mir gesendet, als sich mein Blick langsam von ihr wendet. 
Ich gehe und halte in Ehr was geschah, spür sie in meinem Herzen ganz nah.

© Christa W. Seiferling

Flügel

Manchmal wünschte ich mir Flügel zu haben,
mit denen ich über all' meine Probleme und Hindernisse wegfliegen könnte.
An manchen Tagen jedoch bin ich froh,
diese Flügel nicht zu haben, 
um nicht so oft wegzuschweben,
vor den vielen schönen Dingen dieses Lebens, 
die ich mit den gewünschten Flügeln wohl einfach übersehen hätte.

© Christa Seiferling

Sonnenzauber

Die Dunkelheit der Nacht im Blick, 
umhüllt mich ihre Wärme schon. 
Bringt Berge, Meer und Land zurück,
getaucht in purpur-rosa Ton. 

Langsam, doch in stetiger Route,
schiebt sie kraftvoll sich empor.
An jedem Tag ist mir gleich zumute, 
doch niemals gleich dem Tag zuvor.

Nun sind die Strahlen tief zu spüren, 
leichtes Kribbeln durchfährt meine Haut.
Immer wieder wird sie mich führen, 
solang ich in Liebe ihr bin vertraut. 

Kein Gedanke durchbricht die Stille,
reines, wohliges Gefühl.
Wärme und Liebe in reicher Fülle,
ihr Antlitz wird mir nie zuviel.

Nun steht sie da lässt kraftvoll erstrahlen,
alles was sie erschaffen hat.
Dreht sich ein ohn’ weh und klagen, 
und wird niemals an uns matt. 

Die Wärme öffnet die Blütenkelche,
Mutter Natur verneigt sich vor ihr.
Und auch meine Blüten - innere welche,
öffnen sich und strahlen in mir.

Diese Liebe ist nicht beschreiblich,
Dankbarkeit erfüllt mein Sein. 
Berührung mit ihr – unsausweichlich,
in mein Herz strömt Liebe ein.

Vater Sonne, Deine Liebe,
sie durchdringt hier Zeit und Raum.
Dass es immer doch so bliebe,
für mich ein realer Traum. 

Du lässt mich im Herzen lachen,
glücklich sein und gibst mir Kraft.
Hältst mit Deinem Lichte Wache, 
über mich, vor mancher Macht. 

Meine Liebe ist unendlich,
seit ich sie durch Dich darf spürn.
Niemals wirkt sie mir befremdlich, 
auch die Nacht kann nicht verführn.

So öffne ich mich Deinem Wesen, 
liebe dich mit meinem Herz.
Kann in Deinen Strahlen lesen, 
Du behütest mich im Schmerz.

Demütig knie ich vor Dir,
meine Seele weitet sich.
Du bist immer eins mit mir,
ist Deine Botschaft heut für mich.

Mir ist als tanzen Deine Strahlen,
tiefer noch hinein in mich.
Als würdest Du ein Bild mir malen,
eines Zaubers königlich.

Göttlich bist Du, wahre Sonne, 
göttlich sein, so will auch ich.
Verbindest Dich mit mir in Wonne,
vor Dir verneig mich - ewiglich. 

© Christa W. Seiferling

Sonnenstrahl

Sonnenzauber, Lichterglanz
Sternentanz wie Diamanten
auf dem Wasser wie an Land
warmes Herz ich in mir fand.

Lichterfunken die mich wandeln, 
tanzen vor mir ihren Reigen.
Rufen mich: „ Erhebe Dich,
tanz mit uns!“ still sich verneigend.

Lass’ all die Gedanken los,
lass’ Dich fallen, einfach gehen.
Das Universum ist so groß,
doch ohne uns wirst Du’s nicht sehen.

Schau Dein Spiegelbild im Wasser,
all die Reinheit, Glanz um Dich.
Kreise ziehen unser Tanzen,
sie verbinden Dich und mich.

Du bist alles und nie nichtig,
denn Du bist ein Teil von hier,
dieser Welten, die so wichtig,
bist ein Perlenglied von mir.

Lass Dich treiben ohne Sorgen, 
in dem heut’gen Lichtertanz.
Denke niemals an das Morgen,
doch denk’ stets an deinen Glanz.

© Christa Seiferling

Gezeitentanz

Das Land durchwebt von bunten Farben,
prachtvoll stahlend liegt es da.
Die Welt erhellt von Sonnenstrahlen,
Herbstzeit ist uns nun so nah.

Blätter tanzen in den Winden,
stolz mit sachter Leichtigkeit.
Wie eine Feder in sich windend,
erschaffend ein neues Erkenkleid.

Mutter Erde ist bedeckt mit Laub,
begräbt so manche graue Straße,
jedes Jahr aufs neu vertraut,
immer doch in andrem Maße.

Kühler Regen prasselt nieder,
zersetzt das Blattwerk immerfort.
Und des nächsten Frühlings wieder,
treiben Bäume an dem Ort.

Dieser Wandel, diese Kräfte,
leben, wachsen, sterben, ruhn.
Was das Leben ohne brächte,
wäre Nichtigkeit im Tun.

Alles Leben ist betroffen,
zeigt uns die Natur allfort.
Lang zu leben wir erhoffen,
Spricht das Herz in jedem Wort.

Diesen Kreislauf überlisten,
wünscht so manches Menschenherz.
Gottes Acker nicht zu richten,
niemals mehr ein Trennungsschmerz.

Meine Seele wird sich fügen,
einem Kreislauf Gottesgleich.
Werde leben und mich wiegen,
in des Windes Himmelreich.

Werd mich erfreun an jedem Herbsttag,
Frühling, Sommer, Winterzeit.
Und mit den Blättern werd ich tanzen,
bis auch mein Weg sich dem Ende neigt.

© Christa Seiferling

Träume

Wenn Du beginnst Dein Leben zu träumen
wie Du es gerne hättest,
wirst Du erstaunt sein,
wie schnell sich Träume verwirklichen.
Halte Dich fest an mir,
denn ich werde sie behüten,
Deine Träume,
wohin auch immer sie fliegen.

© Christa Seiferling