Lyrik - Engel

Ich vermisse

Ich vermisse Deine Augen, wie sie mich betrachten.
Deine Hände, wie sich mich berühren.
Deine Lippen, wenn sie zu mir sprechen.
Deine Liebe, wenn sie mich umhüllt.
Deine Wärme, wenn sie durch mich fließt. 
Keiner, so denke ich, kann mir all das geben.
Niemals, wenn Du gehst, werde ich das noch einmal erleben.
Und das nur, weil ich nicht gelernt habe, mich so zu sehen wie Du mich siehst.
Mich so zu lieben, wie Du mich liebst.
Mich so zu berühren, wie Du mich berührst.
Mich so zu kennen, wie Du mich kennst.
Mit allen Stärken, mit allen Schwächen.
Einfach sein zu können, das ist es, was Du mich lehrst.

© Christa Seiferling

An Deiner Seite

Wenn vor Dir alles zu brechen scheint, hinter Dir nur Trauer liegt,
wenn Sehnsucht Einzug bei Dir hält, Kälte über Gefühle siegt.
Wenn Leben sinnlos Dir erscheint, an einem grauen Tag,
dann seh ganz tief in Dich hinein, und hör, was ich Dir sag.
Sei stets bedacht, Du bist im Licht, egal was auch geschieht,
getragen von Engeln in tiefster Nacht, auch wenn Du es nicht siehst.
Erheb Dein Haupt und sehe auf, und schau nur auf Dein Ziel,
zeig Dir, Du bist es wert zu sein, und nichts ist Dir zu viel.
Schließ Deine Augen, wenn es schmerzt, und rufe mich zu Dir,
ich werd Dich tragen und Dein Herz, wird leichter sein mit mir.
Bin da für Dich in aller Zeit, in tiefster Pein und Not,
zum Lichte werde ich Dich führ'n, Dein einzig wahres Brot.
Auch wenn Du mich nie sehen wirst, nicht glaubst, dass es mich gibt,
ich streich Dir sacht die Tränen fort, weil ich Dich so sehr lieb.
Darf Deinen Weg nicht für Dich gehn, darf nur Begleiter sein,
doch wisse und vergesse nie, der Weg ins Licht ist Dein!

©Christa Seiferling

Engel an meiner Seite

Eines Tages warst Du hier. Unerwartet sah ich Dich vor mir. 
Fühlte die Wärme und Liebe in Dir. Träume und Ängste fielen von mir.
Unwirklich eher, nahm ich Dich wahr. surreal und doch so klar.
Du hast mich gehalten, getröstet, gelehrt, mir Wärme gegeben und mich genährt.
Mit Liebe und Deinem strahlenden Licht, gingst Du auf mich zu, gabst mir ein Gesicht. 
Gedanken verschwanden ins Dunkel der Nacht, Ganzheit entfachte und Du hieltest wacht.
Doch eines Tages fand ich Dich nicht mehr, es zu verstehen fiel unheimlich schwer.
Heute da weiß ich Du bist bei mir, wann immer ich sende Gedanken zu Dir.
All Dein Wissen, das Du mich gelehrt, gebe ich weiter mit großem Wert.
Wenn ich allein bin und manchmal verzag, spür' ich den Hauch von Dir ganz zart.
Dann wird mir leichter ums Herz und in mir, denn da spür ich Du bist immer bei mir. 
Ich liebe Dich, mein Engel

©Christa Seiferling

Engel wie Du

Engel wie Du, vergessen sich,
 wenn jemand sie braucht, so wie ich.
Engel wie Du, sie halten die Hand,
führen dich fort in ein ruhiges Land.
Dorthin wo die Seele sich labend ergibt.
Dort wo die Seele durch Liebe vergibt.
wo sie die Wärme und Einssein erfährt,
im Lichte erstrahlt, und alles sich klärt.
Da wo sie weint, vor Freude und Glück,
da führst du mich in Liebe zurück.
Engel wie Du, sie senden mir Licht,
lassen nicht zu, dass man mich zerbricht.
Sie trösten mein Herz, wenn Schmerz ich verspür,
sie öffnen die Arme, als Eingangstür.
Engel wie Du, sie lassen mich zieh' n,
sie stehen zur Seite, wo immer ich bin.
Und wenn ich sie brauche, dann streicheln sie mich,
Engel wie Du, die liebe ich!

© Christa Seiferling

Engelsgestalten

Engelsgestalten, so durchscheinend schön,
so voller Freude an zu sehn.
Engelgestalten, so geschmeidig und weich, 
sie zeigen die Herkunft, ein Königreich.
Engelgestalten, sie schweben dahin,
und wecken die Sehnsucht nach dem, was ich bin.
Sie wecken die Suche nach dem heiligen Ort,
und so zieht es mich immer weiter hier fort.
Doch manchmal, ganz leise, da flüstern sie mir:
suche nicht länger, denn längst bist Du hier!

© Christa Seiferling

Engelreigen

Heut' in der Nacht, da träumt' ich sehr schön,
sah fünf Engel im Kreise sich dreh' n.
In diesem Kreise so klein und so sacht,
hast Du gesessen unter Engelswacht.
Du hieltest Dein Köpfchen und schautest mich an,
und ganz tief im Herzen, da wurde mir warm.
Als ich erwachte, Dein Blick noch vernahm,
da hatte ich Dich, mein Kindchen im Arm.

© Christa Seiferling

Engel der Liebe

Engel der Liebe hast Du Dich genannt,
hast aus dem Herzen Missmut verbannt.
Hast mich umarmt, es schauerte mir.
Glücksgefühl und Hoffnung war hier.
Hast mir gesagt, geh' weiter den Weg,
ich werd' Dich begleiten, wohin es auch geht.
Bist Du ans Ende des Weges gelangt,
 werd' ich Dich tragen, in jenes Land,
wo es Liebe nur gibt und alle sind gleich,
unser herrliches Engelreich.
Ich sage Dir heute, Du wirst geliebt,
von dem Engel der Liebe, den es ganz wirklich gibt.

© Christa Seiferling

Engel der Nacht

Engel der Nacht, du warst bei mir,
hast mich gebeten zu gehen mit Dir.
Dahin wo Träume und Altes liegt,
dort wo die Sehnsucht das Alte besiegt.
Durch Ängste und Leid gingst Du mit mir mit,
von Schicht zu Schicht, Schritt für Schritt.
Und wenn ich verzagte, nahmst Du meine Hand,
schenktest mir Liebe und ich verstand,
dass ich nicht allein bin, wohin ich auch geh,
auch wenn ich Dich, mein Engel nicht seh'.
Jetzt geh' ich mit Freuden ganz gerne zurück,
bin ich zu Hause, dann gibt's nur noch Glück.

©Christa Seiferling

Selbstlos

Ein Engel sah das Leid auf Erden,
und wollt' sogleich zum Menschen werden.
Um zu bringen Freud und Segen,
hinab zum irdischen Menschenleben. 
So ging er dahin und tat seine Pflicht,
 führte und lenkte mit Liebe und Licht.
Er steht vor Dir, streicht Dir übers Gesicht,
doch so nah er auch ist, wir sehen ihn nicht.

©Christa Seiferling