Heilende SexualitÄt

...durch auflösen der Emotionen im Sexualorgan

Durch Auflösung traumatischer Erfahrungen (Missbrauch etc.) und dem auflösen der Emotionen die sich im Laufe Ihres Lebens im Sexualbereich ansammelten können Sie wieder zu Ihrer wahren Sexualität, an welcher Sie wieder ihre Freude haben werden finden.

Im Laufe unseres Lebens werden durch unsere Erfahrungen im Bereich der Sexualität, Emotionen in den Sexualorganen, Vagina und Penis, abgespeichert. Die eigentliche Aufgabe des Penis bei der Sexualität ist die Vagina von ihrer negativen Energie zu reinigen, zu befreien, so dass diese rein bleibt. Es geht also darum,  die Reinheit der Vagina zu bewahren.

Da nun der Penis diese Aufgabe hat, die Energie aus der Vagina herauszunehmen und diese zu transformieren, könnte man denken: Toll! Dann lassen wir das den Mann doch einfach tun und gut ist es. So einfach geht das nun leider nicht mehr. Denn im Laufe der Jahrzehnte, sogar Jahrhunderte, hat auch der Mann seinen Penis emotionalisiert. Durch Gedankenbilder, Fernsehen, sexuelle Wünsche, Dogmen, was auch immer.

Das bedeutet, dass der Penis des Mannes sehr oft nicht mehr in der Lage ist, die Vagina der Frau rein zu halten. Dies geschieht, wenn der Mann während des Aktes nicht wirklich und wahrhaftig bei seiner Partnerin präsent ist, sondern in Gedanken abschweift.  Statt dessen gibt er seine eigene negative Energie noch mit an die Vagina ab. Besonders heftig ist diese Energie natürlich bei Missbrauch oder Missbrauchgedanken, Gewalt oder Gewaltphantasie während des Verkehrs. Die Frau hat für sich dann oft nur die Möglichkeit sich ebenfalls aus der "Situation" zu flüchten und ihre eigene Gedankenwelt aufzubauen während des sexuellen Aktes. Die Frau fühlt sich benutzt, ohne dass sie eigentlich weiß, warum sie sich so fühlt (Bei Missbrauch ist das sowieso der Fall) und verspürt immer weniger Lust auf Sexualität, weil diese sehr oft unbefriedigend ist für sie. Die typischen Migräne - Fälle sollten da Mann wie auch Frau zum Denken anregen. Jedoch auch viele Krankheiten im Unterleib sind dieser "gestörten" sexuellen Energie zuzuschreiben. 

So erstaunte es mich nicht, dass ich bei meiner Arbeit mit den Menschen feststellte, dass viele Menschen es sehr stark im Kopf spürten, wenn ich mit ihnen an dieser Thematik arbeitete.

Diese Emotionen hindern uns also leider sehr oft daran unsere wahre Sexualität zu leben. Sie schneiden uns sozusagen von uns selbst, von unserer stärksten Energiequelle ab. Und Barry Long hatte Recht.: Es ist die größte Tragödie aller Zeiten und ein globales Problem. Lesen Sie seine Ausführung im Anschluss.


Jedoch, wie geschieht das?

In jenem Augenblick, wo Menschen sexuell aktiv werden, läuft oft unbewusst, aber auch sehr oft bewusst ein immer wiederkehrendes Programm ab. Mann und Frau haben schon im voraus oft eine genaue Vorstellung vom sexuellen Akt und was sie sich wünschen oder ersehnen. Während der Sexualität dann flüchten sich Paare oft in Bilder und Projektionen, die sie im Laufe Ihrer Erfahrungen gemacht haben. Dies bedeutet, dass im Augenblick des sexuellen Aktes Mann und Frau sich voneinander abwenden. Die Frau nimmt den Penis und das, was er im Augenblick des Aktes tut zwar wahr in Form von einem Gefühl, doch ist die Frau oft nicht in der Lage sich auch wirklich auf das Gefühl einzulassen und sich damit ganz hin zu geben, da sie unterbewusst merkt, dass der Mann nicht bei ihr ist, sondern an etwas oder jemand anderen denkt. Der Mann flüchtet sich als Beispiel vielleicht sehr gerne während des Aktes in eine Traumwelt.

Er stellt sich ab und an eine komplett andere Situation in der Sexualität vor, als die, die er gerade hat, meist in Form von Bildern, die ihn sexuell sehr reizen, was er vielleicht mit seiner Partnerin nicht leben oder auch nicht darüber sprechen kann oder will. Damit ist der Mann nicht mehr bei seiner Partnerin, sondern im übertragenen Sinne weit weg von ihr. Er erschafft Elementale und nährt die bereits vorhandenen Elementale, so dass diese stetig wieder bedient werden wollen. Hierzu mehr unter der Rubrik Elementale (Daskalos). Die Partnerin erreicht den Partner nicht mehr und flüchtet sich damit ebenfalls in Ihre Gedankenwelt. Dies alles trägt dazu bei, dass sich immer mehr Emotionen in den Sexualorganen ansiedeln, die wiederum dafür sorgen, dass diese bedient werden müssen. Der Kreis schließt sich und ist dann für den Betroffenen nicht so einfach zu durchbrechen, da dieser demselben ja oft auch völlig unbewußt ist.

Wenn der Mensch wieder in der Lage ist frei von Emotion im Sexualorgan zu sein, ist ein vollkommen anderes empfinden und wahrnehmen, sowie die wirkliche, erlösende Erfahrung des Orgasmus im sexuellen Akt möglich.

Wir sollten bedenken, dass die Sexualenergie unsere Urenergie ist und diese absolut wichtig ist für den Menschen, was auch immer andere dagegen sagen werden. Wer sich der Sexualität entzieht, entzieht sich seiner ureigenen, wohltuenden Energie und damit seiner Lebensfreude, der Liebe, der Fülle im Ganzen. Tut dies ein Mensch, der diese wahre Kraft der Enthaltsamkeit nicht hat, so möge Gott im helfen.

Diese Auflösungsprozesse finden energetisch, nicht körperlich statt. Da ich diese Arbeit mit Ihnen auch am Telefon vornehmen kann, müssen Sie nicht erst eine lange Anreise auf sich nehmen. Die Arbeit mit den Elementalen gibt Ihnen unter anderem einen Überblick auf was es bei dieser Heilarbeit ankommt.

Nun lesen Sie weiter, wie Barry Long zu diesem Thema steht.


Mann und Frau haben vergessen, wie man sich körperlich liebt.

Laut Barry Long ist dies die größte Tragödie aller Zeiten und ein globales Problem. Nachfolgend Auszüge aus einer Bandaufnahme. Dies ist eine recht kurze Zusammenfassung seines Buches 


"Sexuelle Liebe auf göttliche Weise"  

Das Leiden der Frau, ihre beständige Unzufriedenheit, entsteht, weil der Mann sie nicht mehr körperlich erreichen kann. Ihre emotionale Maßlosigkeit, ihre Depressionen, ihre tränenreiche Frustration, sogar PMS und die Zustände, die zu Hysterektomie und anderen Gebärmutterproblemen führen, sind auf das sexuelle Versagen der Männer zurückzuführen, die während des Liebemachens ihre feinsten, grundlegendsten weiblichen Energien nicht zu sammeln oder freizusetzen vermögen. Diese außerordentlich schönen, göttlichen Energien sind intensiv und fein, und wenn sie in der Frau unerschlossen bleiben, wie es jetzt der Fall ist, entarten sie zu psychischen oder emotionalen Störungen und entwickeln sich schließlich zu physischen Anomalien. Der Schoß gebiert alle Dinge.

Das grundsätzliche Unglück des Mannes, seine ständige Unruhe, entsteht, weil er vergessen hat, wie man Liebe macht, und dadurch seine ursprüngliche, göttliche Autorität aufgegeben und die sexuelle Kontrolle über sich verloren hat.

Die Körper von Mann und Frau sind nicht mehr auf Liebe ausgerichtet, sondern auf Zeit und Emotion. Statt reine Liebe zu machen, machen sie emotionale, fordernde Liebe. Und statt spirituell erleuchtete Kinder zu machen, machen sie emotional abhängige Kinder.   


Die "Heiligen" haben uns im Stich gelassen

In der Geschichte behielten immer wieder einige wenige Männer und Frauen einen Teil der Fähigkeit in sich, göttlich zu lieben, indem sie vorsätzlich keine körperliche Liebe machten. Das waren die Mystiker, Heiligen und Asketen. Sie richteten ihre Aufmerksamkeit nach innen und liebten die göttlichen Energien in ihren eigenen Körpern. Indem sie sich weigerten, sich mit anderen Körpern zu verbinden, die sich jetzt mit Zeit und Emotion in der Form von Unzufriedenheit und Unruhe füllten, erhielten sie sich selbst relativ rein. Aber es war eine blasse und unausgeglichene Reinheit, wenn man sie mit der vollen, reichen ursprünglichen Ausstrahlung verglich. Durch das Verleugnen des irdischen Bedürfnisses nach Vereinigung mit dem anderen Geschlecht war die Alternative der Heiligen grundsätzlich ausschließend, unnatürlich und selbstsüchtig, trotz der erhabenen Frömmigkeit und des Idealismus. Folglich entstanden daraus nur halb integrierte, teilweise göttliche Männer und Frauen.

Die Wahrheit ist: Sie liebten nicht genug. Sie liebten ihre Mit-Männer und -Frauen nicht mit genügend goldener Intensität, um in den göttlichen Verstand in ihren eigenen Körpern durch Geschlechtsverkehr einzutauchen. Liebe zu machen, um Anleitung oder ein inspirierendes Beispiel zu geben, war zu sehr eine Selbstaufopferung.

Trotz ihrer göttlichen Liebe und von der Zeit überschwemmt wie der Rest der Menschheit, hatten die Mystiker und Heiligen völlig vergessen, wie man göttliche Liebe macht. Aber das war ihnen nicht bewusst, und sie waren sehr emotional bei diesem Thema. Sie machten sogar eine Tugend aus ihrer Vergesslichkeit und verurteilten die Liebe, die sie fürchteten und nicht verstanden.

Liebe wird hier auf der Erde gebraucht, und sie beginnt zwischen dir und mir, zwischen Mann und Frau. Wir können uns nicht heraushalten aus der Realität der Liebe auf der Erde und die Liebe an einen anderen Ort versetzen, in irgendeinen Himmel.

Liebe wird nicht von Gott gebraucht, der dort die Quelle der Liebe ist. Wenn du zu Gott fliehen willst in deiner Liebe und Männer und Frauen hinter dir lassen willst, dann helfe dir Gott. Du wirst nie vollständig sein. Männer und Frauen brauchen den Gott der Liebe, mitten drin, hier auf der Erde. Nicht irgendwo anders, wo er schon ist und sie nicht. Nur du und ich zusammen können diese Liebe machen, diesen Gott, hier. Es ist der Mangel an Liebe oder der Mangel an Gott zwischen uns, der die heutige Welt durch eigenes Tun an den Rand der Vernichtung gebracht hat.


Es gibt zwei verschiedene Energien der Liebe:

eine in der oberen und eine in der unteren Körperhälfte. Die obere Körperhälfte vibriert mit einer sehr feinen Energie, die vor allem im Solarplexus wahrgenommen wird und - wenn du eine Frau bist - in den Brüsten. Dies ist die feinste und süßeste der geistig-seelischen Liebesenergien der Frau.

Die Liebe in ihren Brüsten gibt dem Kind Milch und drückt den Geliebten ohne den Makel der Sexualität an den Busen. Sie kann als eine Sehnsucht nach dem Unerreichbaren, dem Verlangen nach Reinheit und idealer Schönheit gespürt werden. Es ist der Impuls hinter der Vorstellung von platonischer Liebe. Dies ist der obere Pol der Liebe.

Der untere Pol, unterhalb der Taille, konzentriert sich in den Genitalien, im unteren Rücken, am unteren Ende der Wirbelsäule, in den Oberschenkeln und Beinen; obwohl die Energie ständig präsent ist, wird sie normalerweise nicht wahrgenommen. Wenn du sehr ruhig bist, wirst du irgendwann das deutliche Gefühl dieser Energie lokalisieren. Wenn sie ohne emotionale sexuelle Assoziationen wahrgenommen wird, wird diese untere Energie als genauso rein wie die höhere Liebe gefühlt, aber die Empfindung ist greifbarer. Diese Energie, die aus der Erde selbst aufsteigt, ist reine Vitalität oder Lebensenergie, bevor Emotion als Sexualität oder Sentimentalität in sie eindringen.  


Energetisch sind unsere Körperhälften meist getrennt 

Bei sehr wenigen Männern und Frauen ist der Körper oberhalb der Taille in Verbindung mit dem Körper unterhalb. Die Funktion des Mannes oder das maskuline Prinzip ist es, diese beiden Pole der Liebe in der Frau zu vereinen. Obwohl bei ihm der gleiche Mangel an Integration besteht, muss er sich nur darauf konzentrieren, seine Partnerin zu lieben und zu erfreuen. Alles wird von da an fließen, einschließlich der Auflösung seiner eigenen sexuellen Disharmonie und Frustration. Dein Körper muss das Liebemachen nicht lernen. Er macht Liebe natürlich, wenn man ihm die Chance dazu gibt. Aber dein Anhaften an vergangenen Erfahrungen stellt sich ihm in den Weg. Dieses emotionale Anhaften ist dein Selbst, die Emotion dessen, was du magst und nicht magst. Und all deine Versuche, die Freuden vergangener Begegnungen zu wiederholen und den Schmerz vergangener Begegnungen zu vermeiden. Damit kann dein Selbst nicht lernen, Liebe zu machen. Statt dessen lernst du, beim normalen Liebemachen für dich selbst zu sorgen. Du lernst, dich sicher und raffiniert zu schützen und zu projizieren. Diese Selbstbezogenheit macht aus Liebe Sex.  


Du kannst dich nicht gleichzeitig schützen und Liebe machen

Du kannst dich nicht in irgendeiner Weise zurückhalten. Aber so machen Männer und Frauen heutzutage Liebe. Ihre Erfahrung hat sie gelehrt, vorsichtig zu sein, nicht alles zu geben, denn sie könnten etwas verlieren, könnten verletzt werden. Furcht ist reichlich vorhanden. Sie gehen auf Nummer Sicher. Sie wissen nicht mehr, wie man alles gibt. Es ist vergessen worden.

Menschen, die in Liebe sind, fühlen oft den drängenden Impuls, alles zu geben, sich ganz zu öffnen - und doch können sie es nicht tun. Du musst das Gefühl zu irgendeiner Zeit gehabt haben. Es ist dein Selbst, das du aufreißen und loswerden möchtest. Der Block, der die natürliche Liebe in deinem Körper blockiert.

Könntest du deinem Liebsten oder deiner Liebsten alles geben? Jetzt? In diesem Moment? Die ehrliche Antwort ist: Nein. Du hast die Möglichkeit, jedes Mal, wenn du Liebe machst, und du hast es noch nicht geschafft. Oder hast du? Vielleicht fühlst du, dass es manchmal geschieht - oder dass es beinahe geschieht. Aber es bleibt immer die Möglichkeit, dass du dich vielleicht nicht völlig hingeben kannst. Es gibt keine »Möglichkeit«, kein »vielleicht« in der Liebe.

Das Liebemachen ist heutzutage ein Kompromiss: das Hinnehmen des Besten, auf das man zu hoffen wagt oder das unter den Umständen getan werden kann. Und es erzeugt im besten Fall das höchste Gefühl, auf das man vom Kompromiss zu hoffen wagt, und das ist die Befriedigung.

Das ist, als ob man unter Drogen stehe. Du bemerkst, dass sie dich nach dem Liebemachen einschlafen lässt. Sie ist personifiziert in der Welt durch den von Männern geschaffenen Gott der Liebe: den Orgasmus.

Der Mann ist orgasmusverrückt. Und jetzt betet die Frau, die Göttin der Liebe selbst, infiziert und entflammt durch diesen männlichen Wahnsinn, den falschen Gott des Mannes an - als ob das Kommen ein Zeichen der Liebe wäre. Jedes Tier kann ohne ein Zeichen der Liebe  kommen. Aber du kannst nicht ohne Liebe Liebemachen.

Heutzutage können Frauen einen Orgasmus haben und es fast nicht fühlen. Bei vielen Frauen hat das Bewusstsein der Liebe tatsächlich die Vagina verlassen. Sie ist so besetzt von der Vergangenheit, mit Anspannung und Emotion, dass Frauen ihr Bewusstsein nicht ganz in sie bekommen können, vor allem nicht nach oben in die Nähe der Cervix. Die Vagina ist dort desensibilisiert worden, und es wird schlimmer mit jeder Generation. Die Frau hat normalerweise mehr Genuss und Empfindung im unteren Teil der Vagina, weil der Mann nicht mehr genügend Autorität besitzt, um den tiefsten oder höchsten Teil zu erreichen oder dort lange genug in Liebe zu bleiben, um das zu tun, was er tun sollte. Weil er den Teil, der ihrem spirituellen Garten am nächsten ist, wo die wahre Göttin der Liebe wohnt, nicht erreichen kann, hat er ihren Orgasmus und ihre Gefühle nach unten zur Vorderseite geholt und ihr Bewusstsein auf die Klitoris konzentriert. Er hat dies auf zwei Arten getan: Durch ständige sofortige Ejakulation nach dem Eindringen und durch ständige Fingerstimulation der Klitoris, um sie für den Orgasmus zu entschädigen, den sie sonst nicht hat. Er hat die klitorale Befriedigung, den klitoralen Kompromiss, zum Preis des Liebemachens gemacht. Sie weiß, das dies nicht Liebe ist. Aber was kann sie anderes tun? Was gibt es anderes?

Nur der Penis kann wirklich mit der Frau Liebe machen. Nicht die Finger oder irgendein anderer Behelf. Nur der lebendige Penis des Mannes ist dazu bestimmt, ihr in der Vagina zu dienen. Nur ein selbstloser, leidenschaftlicher, geduldiger, liebender Penis kann den Orgasmus dorthin zurückbringen, wo er hingehört. Wo der Orgasmus natürlich geschieht. Wo keine störende Emotion ist, wenn er nicht geschieht.

Wenn sie durch ihre Empfindung, das Bewusstsein in ihrer Vagina, weiß, dass sie geliebt wird. Irgendwann werden die Hände des Mannes durch die Liebe der Frau wie sein liebender Penis. Sein gesamter Körper wird zu Liebe. Und die Frau wird dies erkennen, falls es ihr jemals begegnet. Dann können seine Hände sie beim Liebesspiel lieben, wie es ihre Bedürfnisse erfordern.

Das kann nicht geschehen, bis der Mann durch die jahrelange richtige Praxis der Liebe seine seelisch-geistigen Sinne entwickelt und realisiert hat.  


Allzu oft ist der Orgasmus ein emotionales Ende
 

Lasst uns jetzt ansehen, was in dem Moment des Orgasmus geschieht. Der Orgasmus ist ein Teil des Liebemachens. Aber allzu oft ist der Orgasmus ein emotionales Ende. Und Liebemachen hat kein Ende.

Zwei Liebende machen immer weiter, machen Liebe, bis schließlich, vielleicht nach Stunden, der Mann natürlich und bewusst ejakuliert. Oder sie trennen sich und lieben sich mehrere Stunden später. Oder am nächsten Tag und am nächsten und am nächsten, ohne dass der Mann notwendigerweise kommen muss.

Der Orgasmus steht nun einmal unterhalb der Schönheit und dem Sinn des Liebemachens, die vom Augenblick leben. Aber er wird für euch beide richtig geschehen, ohne danach emotionelle Traumata zu erzeugen, wenn ihr präsent genug seid, um euch ausschließlich mit dem Liebemachen zu beschäftigen. Für den Mann ist es Unersättlichkeit zu kommen, bevor er genug Liebe gemacht hat, bevor er die göttlichen Energien seiner Partnerin gesammelt hat.

Für die Frau ist das Kommen leicht und natürlich, süß und angenehm, wenn sie ihren Selbstschutz transzendieren kann, und wenn ihr Partner ihr die Chance geben kann, natürlich zu sein und natürlich zu kommen.


Wir lieben uns meistens in einem unterbewussten Traumzustand    

Was bedeutet es, psychologisch oder psychisch präsent zu sein? Wegen der massiven Anhäufung von Vergangenem und Unbewusstem in uns allen machen wir normalerweise Liebe in einem unterbewussten Traumzustand. Was passiert, ist, dass aufsteigende sexuelle Gefühle die angesammelte vergangene Erfahrung sexueller Lust in dir erregen und deine Aufmerksamkeit oder dein Bewusstsein zurück in die Vergangenheit ziehen - als eine Stimmung, ein Bild oder eine Phantasie. Eingetaucht in diese Vergangenheit, schneidest du dich als bewusstes Wesen von der Liebe ab, die dein Körper in der Gegenwart macht.


Geistig bist du vom Geschehen abwesend, nicht länger mit deinem Partner zusammen
 

Du bist abgeschweift in deine eigene Welt. Das hast du sicher schon in deinem Liebemachen beobachtet. Vielleicht bei dir selbst, aber vor allem bei deinem Partner. Jeder, der Liebe macht, ist von Zeit zu Zeit bewusst anwesend. In diesem Momenten kannst du vielleicht bemerken, dass dein Partner in einer geschlossenen privaten Euphorie schwebt. Er oder sie ist offensichtlich abwesend. Es ist, als würde man zu jemandem sprechen, von dem man weiß, dass er nicht mehr zuhört. Anstatt alleine zu bleiben, draußen in der Kälte, ziehst du dich so schnell wie möglich zurück in deinen eigenen persönlichen Traumzustand, damit auch du dich in erotischen Bildern im Traumland verlieren kannst.

Da jeder Penis und jede Vagina mehr oder weniger mit selbstsüchtiger Emotion verseucht ist, vermutet keiner, dass die herrliche Empfindung, die normalerweise beim Liebemachen gefühlt wird, schon tot war und dann verformt wurde. Deswegen sucht niemand nach der Freude, die natürlich in der göttlichen und selbstlosen Liebe vorhanden ist. Dies ist zu unglaublich, zu weit weg von der normalen Erfahrung. Zu diesem außergewöhnlichen Seinszustand bemühe ich mich, dich zu führen.


Ohne alte Emotionen und erlernte Zwänge wird die Liebe ekstatischer  

Wenn der Penis und die Vagina frei von Emotion werden, machen sie ekstatische Liebe. Die Empfindung und Wahrnehmung sind so sehr erhöht, dass es zunächst möglich scheint, das Bewusstsein zu verlieren, weil die Lust fast nicht auszuhalten ist.

Während der Prozess andauert, ist das Bewusstsein ein Wesen, das völlig präsent ist als das Bewusstsein der göttlichen Liebe, die gerade gemacht wird.

Dies Art von Liebe verändert sich nicht. Sie hat nur Höhen und keine Tiefen, keine Launen, keine Verwirrungen, keine emotionalen Katastrophen. Sie wird nur besser, feiner, göttlicher und realer, bewusster und präsenter. Und die Wahrnehmung der Liebe, der Gottheit, und eines ewigen Ziels wird wunderbarer, erhabener, bis die Ekstase zur Schönheit wird.

Eine von Emotionen befreite Vagina wird nachgiebig, weich, gebend, einfach, ungezwungen, nicht fordernd und ruhig, so dass das Liebemachen für die Frau süßer und erfüllender ist. Es ist mühelos, natürlich und schön, mit der Betonung auf »schön«, da die Schönheit der göttliche Höhepunkt der einfachen Freude des Liebemachens ist. Die Vagina ist von ihrem Wesen her passiv und unschuldig, sie ist das Organ der Liebe. Sie lernt all ihre schlechten Gewohnheiten vom Männlichen. Der Penis ist der Guru oder der Lehrer der Vagina - zum Guten oder zum Schlechten. Der Penis ist das feinste wahrnehmende Organ und Instrument des männlichen Körpers

Er hat ein eigenes Bewusstsein und Wissen. Er ist das positive, aktive Organ der Liebe auf der Erde. Er weiß genau, wie Liebe gemacht wird und was er in der Vagina tun muss. Sogar im normalen, unbewussten Geschlechtsverkehr kann gelegentlich das Bewusstsein des Penis die Führung übernehmen, und das Liebemachen ist überraschend gut und richtig. Aber das ist natürlich die Ausnahme. Denn der Penis wird normalerweise als ein Instrument der Befriedigung benutzt, für die emotionale Aggression des Mannes und für die Selbstvergessenheit der Frau.

Wenn der Mann beginnt, sexuell ruhig und präsent zu werden, agiert der Penis wie ein hoch aufgeladener Magnet. Zuerst sammelt er die vaginalen Spannungen, dann beginnt er, die göttlichen Energien zu sammeln.

Wenn ein Penis auf Liebe und nicht auf Emotionen reagiert, wird er nur in der Vagina voll erigieren oder kurz bevor er in sie eindringt. Eine liebende Vagina hat keine Schwierigkeiten, einen lockeren, vollen und liebenden Penis aufzunehmen, der dann sofort zum Zweck der Liebe fest und autoritativ wird und sich aufrichtet.

Wenn die Frau jedoch beginnt, sich davonzuträumen oder sexuell fordernd ist, kann es sein, dass nicht genügend Liebe in ihrer Vagina ist, um die Erektion aufrechtzuerhalten, besonders wenn der Mann um seine innere Reinigung bemüht ist. Dieser Mann benutzt keine Imagination, denn er findet genügend Stimulation in dem Moment und in der Frau, mit der er zusammen ist. Er wird nicht durch den vorübergehenden Verlust seiner Erektion verunsichert, sondern er ist geduldig und wartet, bereit für den Moment, wenn die Liebe zurückkehrt.

Wenn ihr Liebe in euer  sexuelles Leben bringt, werdet ihr neue Energie brauchen. Diese Energie beginnt mit Ehrlichkeit - Ehrlichkeit euch selbst und dem Leben gegenüber.  Du beseitigst die Emotionen aus dir und deinem Zugang zum Liebemachen. Du machst Liebe ohne Erregung, Erwartung und Vorstellungen. Du musst sehr präsent sein, sehr aufmerksam und dir über alles bewusst sein, was du tust, wenn ihr zusammenkommt.

Denn in Liebe zu sein und die Liebe frisch und neu zu halten, braucht ungeheure Bewusstheit und ungeheure Präsenz. Sei in dieser Weise in Liebe, und eure Liebe wird nicht enden. Denn Liebe hat kein Ende. Verliebe dich, und deine Liebe wird enden.

Er muss langsam in sie eindringen. Während er eindringt, ist er eins mit der Empfindung in seinem Penis. Das heißt, er muss fühlen, was sein Penis in jedem Moment fühlt - nicht nur das Drängen, den Druck seines eigenen Wollens. Er muss den Unterschied kennen lernen.

Einmal eingedrungen, penetriert er so tief er kann und liegt dann ruhig. Er erlaubt seinem Penis, sie zu fühlen, die vaginale Energie aufzunehmen. Das wird den Penis darüber informieren, was er zu tun hat, was nötig ist. Er reagiert nur auf seinen Penis, nicht auf das, was er gelernt oder gehört hat oder an was er sich erinnern kann. Er hält die Vergangenheit draußen. Alle vergangenen Erfahrungen sind Gedanken. Er ist so neu wie der Moment selbst. Dann kann der Penis seine göttliche Aufgabe erfüllen.  


Die Bewegung dem Körperbewusstsein überlassen, anstatt sich fiktiven Regeln anzupassen
   

Es gibt keine eingeübten Bewegungen. Sie macht keine absichtlichen Bewegungen mit ihrem Körper. Alle Bewegungen werden dem Körper überlassen, auch wenn das bedeutet, sich überhaupt nicht zu bewegen. Sie tut nichts, was sie von anderen Liebhabern gelernt hat oder an Kenntnissen durch Lesen oder Filmesehen erworben hat.

Am Anfang mag es für die Frau nicht leicht sein, zu unterscheiden zwischen Körperverrenkungen, unechten Anzeichen von Vergnügen und Mitwirkung, und den reinen, natürlichen Bewegungen, die unter der Kontrolle des vaginalen Bewusstseins gemacht werden. Später wird der Körper sich leidenschaftlich bewegen, aber nicht notwendigerweise gewollt, gemäß dem Bewusstsein des Moments.

Aber am Anfang sind alle Extreme in ihren Bewegungen verdächtig. Vor allem muss sie alle männliche Anmaßung oder Aggressivität aufgeben. Sie muss sich daran erinnern, dass die Liebe in der Frau nicht nach außen gerichtet ist. Es ist eine stille, süße, natürliche, fließende Bewegung.

Die Muskeln der Vagina anzuspannen, ist ein guter Trick und wird sicherlich einen emotionalen Penis gut unterhalten. Aber es ist nicht Liebe.

Es gibt keine Imagination im Penis. Der Mann erlaubt seinem Geist nicht, zu wandern. Er bekommt seine Bewusstheit aus seinem Kopf heraus und hinunter in seinen Penis, wo die Liebe gemacht wird. Er bleibt präsent, ohne sich vorzustellen, wo der Penis ist. Sein Penis hat keine Vorstellungskraft. Nur das Wissen über das, was ist und wo es ist. Er muss diese Empfindung sein, diese hochsensitive Bewusstheit, die in perfekter Harmonie auf die energetischen Bedürfnissen des vaginalen Bewusstseins reagiert.

Haltet den liebevollen Dialog aufrecht, indem ihr einander sagt, wie schön es ist und wie sehr ihr es liebt, Liebe zu machen - wenn das die Wahrheit ist. Die Ejakulation ist nicht unvermeidbar. Nur ein Gedanke darüber, wo sein Penis gerade ist, und es ist wahrscheinlich, dass er ejakuliert. Aber in dem Moment, in dem er glaubt, sich nicht stoppen zu können, ist der Moment, in dem er es kann. Er darf nicht dem Gefühl glauben, dass Orgasmus unvermeidlich ist. Er darf diesem Gefühl nicht nachgeben. Es ist ein Trick der angestauten Emotion, die befreit werden will; ein Teil des animalischen Triebs zu masturbieren oder zu zeugen. Wenn dieses Gefühl aufkommt, muss er mit jeglicher Bewegung aufhören. Ganz still werden oder sich sofort zurückziehen. Er wird herausfinden, was das Beste für ihn ist.

Wenn der Mann beginnt, sexuell ruhig und präsent zu werden, agiert der Penis wie ein hoch aufgeladener Magnet. Zuerst sammelt er die vaginalen Spannungen, dann beginnt er, die göttlichen Energien zu sammeln.

Der Zweck des Liebemachens wurde erreicht, wenn die göttlichen Energien gesammelt wurden. Er kann dann seine Erektion in der Vagina verlieren, ohne einen Orgasmus zu haben.

Wenn du bemerkst, dass dein Partner befangen ist, hilf ihm, hilf ihr. Lächle. Sieh etwas Gutes. Suche nach der Schönheit des inneren Wesens, die durch den Körper nach außen kommt. Es ist da, sieh es. Sag es. Sei psychisch nackt. Sei unschuldig. Sei neu. Schau nicht zurück. Sei du selbst, genauso, wie du bist. Jetzt. Sei verletzlich. Du hast nichts zu verlieren, das nicht schon vor langer, langer Zeit verloren ging.  

(Barry Long)